Polaris und Valtus: Neue strategische Partnerschaft auf dem Weg zur globalen Marktführerschaft

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24 Apr. 2026
Vorschau: Polaris & Valtus Partnerschaft
Artikel · 23. April 2026 · Lesezeit: 6 Minuten

Die nordische Private-Equity-Gesellschaft Polaris ist eine strategische Partnerschaft mit Valtus, dem internationalen Marktführer im Executive Interim Management, eingegangen und wird damit neuer Mehrheitsgesellschafter. Die Investition – das erste Engagement aus Polaris’ neuem Fonds VI – soll die internationale Expansion von Valtus unterstützen und beschleunigen, mit dem erklärten Ziel, einen globalen Marktführer in der Branche aufzubauen. Auch für Valtus Germany ist dieser Schritt ein wichtiges Signal: Die Ressourcen und das Netzwerk eines neuen Partners schaffen Rückenwind für den weiteren Ausbau im DACH-Markt.

Was die Partnerschaft für den DACH-Markt bedeutet

Für Valtus Germany kommt der Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Der deutsche Mittelstand steht unter erheblichem Transformationsdruck – getrieben durch geopolitische Verschiebungen, strukturellen Wandel in Schlüsselbranchen wie Automotive und Chemie sowie einen anhaltenden Engpass bei erfahrenen Führungskräften. Executive Interim Management hat sich in diesem Umfeld von einer Notlösung zu einem strategischen Instrument entwickelt. Mit einem starken Investor im Rücken kann Valtus diese Nachfrage noch konsequenter bedienen.

„Der Bedarf an erfahrenen Führungskräften auf Zeit wächst – gerade im deutschen Mittelstand, der sich in erheblichen Transformationsprozessen befindet. Mit Polaris gewinnen wir einen Partner, der unsere Wachstumsstrategie mitträgt und uns die Ressourcen gibt, dieser Nachfrage in der DACH-Region konsequent zu begegnen. Für uns geht es dabei nicht um Expansion um der Expansion willen, sondern darum, näher an unseren Mandanten zu sein, wenn es darauf ankommt."

– Robert Sadjak, Geschäftsführer Valtus Germany

Polaris im Porträt: Ein aktiver Partner mit nordischem Fundament

Im Gespräch ordnen Johan Pålsson, Partner, und Karin Möllborg, Director bei Polaris, die Investition ein, geben Einblicke in ihre Sicht auf die Interim-Management-Branche und skizzieren die Zukunftspläne für Valtus. Nordic Interim, Teil der Valtus Group seit 2021, bildet dabei eine wichtige Brücke zwischen dem nordischen Investor und dem europäischen Unternehmen.

Können Sie Ihren Hintergrund und Polaris kurz vorstellen?

Karin Möllborg: „Ich bin vor etwa eineinhalb Jahren zu Polaris gekommen. Davor war ich bei Triton Partners, wo ich ähnliche Investitionen in kleine und mittelgroße Unternehmen begleitet habe, und zuvor bei Investor. Meine Erfahrung liegt darin, Unternehmen mit starkem Wachstumspotenzial zu identifizieren und zu entwickeln."

Johan Pålsson: „Ich bin seit 20 Jahren in der Private-Equity-Branche aktiv. Zuletzt kam ich von CapMan Buyout, wo ich Managing Partner war, davor verbrachte ich zehn Jahre bei Ratos. Meine Karriere begann als Berater bei Arthur D. Little – eine Erfahrung, die mir ein breites Verständnis für unterschiedliche Branchen und Geschäftsmodelle gegeben hat. Polaris wurde vor fast 30 Jahren in Dänemark auf Initiative der Familie Møller-Mærsk gemeinsam mit einigen dänischen Finanzinstituten gegründet. Wir gehörten zu den ersten Private-Equity-Häusern in Dänemark, und unsere Strategie ist seit Beginn dieselbe: Investitionen in nordische mittelständische Unternehmen mit großem Entwicklungs- und Wachstumspotenzial. Wir verstehen uns als aktiver, unterstützender Eigentümer, mit einer klar wachstums- und partnerschaftsorientierten Investitionsphilosophie – mit Büros in Kopenhagen und Stockholm."

Wie sind Sie auf Valtus aufmerksam geworden?

Johan Pålsson: „Auf diese Frage gibt es eigentlich zwei Antworten. Erstens kenne ich Björn Henriksson, CEO der Valtus Group, seit vielen Jahren – wir waren beide bei Arthur D. Little. Über die Jahre hatten wir einen kontinuierlichen Austausch, in dem wir das Geschäft von Nordic Interim und das Potenzial des Interim-Marktes immer wieder diskutiert haben. Zweitens war Polaris selbst über viele Jahre hinweg Kunde von Nordic Interim und konnte so deren Entwicklung und Wachstum aus nächster Nähe verfolgen. Mit der Zeit sind aus diesen Gesprächen konkrete Investitionsüberlegungen geworden. Wir kennen das Unternehmen und den Markt sehr gut."

Karin Möllborg: „Auch wenn Valtus ein europäisches Unternehmen mit starker Präsenz in fast 30 Ländern ist, passt es perfekt zu unserer Investitionsphilosophie – nicht zuletzt wegen der starken nordischen Verankerung über Nordic Interim in Schweden, Dänemark und Finnland. Wir haben bei der Bewertung potenzieller Investitionen eine lange Kriterienliste, und Valtus erfüllt praktisch jeden Punkt auf unserer Wunschliste."

Warum Valtus – und was unterscheidet das Unternehmen vom Wettbewerb?

Was machte Valtus im Vergleich zum Wettbewerb attraktiv?

Johan Pålsson: „Valtus hat eine außerordentlich starke Position im europäischen Markt aufgebaut. Das Unternehmen ist erfolgreich durch Akquisitionen gewachsen und hat die Konsolidierung eines fragmentierten Marktes aktiv vorangetrieben. Unsere Ambition ist es, Valtus auf dem Weg zum weltweit führenden Anbieter im Executive Interim Management zu begleiten. Wir haben zudem einen sehr guten Eindruck vom Gründer Philippe Soullier und den bestehenden Investoren – hier wird eine Partnerschaft entstehen, in der wir gemeinsam arbeiten. Schulterschluss mit Schlüsselpersonen unserer Portfolio-Unternehmen ist ein expliziter Bestandteil unserer Strategie."

Karin Möllborg: „Im Vergleich zum Wettbewerb sehen wir, dass Valtus auf einem langfristigen, tragfähigen Fundament steht. Es gibt eine starke Marke, ein umfangreiches Netzwerk qualifizierter Interim Manager und belastbare, über Jahre gewachsene Kundenbeziehungen mit vielen Wiederholungsmandaten. Auch das Betriebsmodell ist eine Stärke – mit einer hohen Spezialisierung und Effizienz durch dedizierte Teams für Bereiche wie Talent Management und Business Coordination. Wir schätzen darüber hinaus die klare Positionierung im Premium-Segment mit Fokus auf Executive-Positionen, nicht auf mittlere Managementebenen. Die internationale Präsenz ist ein Schlüsselfaktor: Sie ermöglicht es Valtus, globale Mandanten zu bedienen und gleichzeitig ein attraktives internationales Netzwerk für Interim Manager anzubieten."

Wie Polaris seine Portfoliounternehmen unterstützt

Sie haben ein „Polaris Excellence Model" zur Unterstützung Ihrer Portfoliounternehmen. Wie wird es bei Valtus angewendet?

Johan Pålsson: „Unser Polaris Excellence Model ist unser strukturierter Weg, sicherzustellen, dass unsere gesammelte Erfahrung und Expertise unseren Unternehmen in skalierbarer und replizierbarer Form zugutekommt. Das Modell hat zwei Hauptteile. Der erste Teil betrifft alle Portfoliounternehmen und fokussiert auf eine robuste, skalierbare Infrastruktur, Systemunterstützung und einen klaren strategischen Wachstumsplan. Dazu gehören auch HR und Organisation – also die Frage, wie wir die richtigen Talente gewinnen, halten und ihr Potenzial voll ausschöpfen."

Johan Pålsson: „Der zweite Teil enthält Module, die für bestimmte Unternehmen relevant sind. Bei Valtus werden wir insbesondere unsere Expertise im Wachstum durch Akquisitionen einbringen, um die Konsolidierung des Marktes weiter voranzutreiben. Das Modell fungiert zum einen als Bibliothek aus Werkzeugen, Vorlagen und Benchmark-Daten, zum anderen als Netzwerk interner und externer Experten – etwa im Bereich IT-Systeme – auf die unsere Portfoliounternehmen konkret zurückgreifen können."

Die Zukunft des Executive Interim Managements

Wie sehen Sie die Zukunft der Interim-Management-Branche und die Rolle von Valtus?

Johan Pålsson: „Wir sind überzeugt, dass es ein starkes strukturelles Wachstum im globalen Markt gibt. Dieses Wachstum wird aus zwei Richtungen getrieben: Einerseits sehen sich Mandanten einem immer schnelleren Veränderungstempo gegenüber, was den Bedarf an flexiblen, schnell verfügbaren Führungslösungen erhöht – Interim Management ist dafür ein hervorragendes Instrument. Andererseits beobachten wir eine zunehmende Reife auf Kundenseite: Unternehmen verstehen den spezifischen Wert von Interim Management immer besser und können es klar von klassischer Unternehmensberatung unterscheiden."

Karin Möllborg: „Ein weiterer starker Treiber ist der klar erkennbare Trend, dass immer mehr erfahrene, hochqualifizierte Führungskräfte bewusst die Tätigkeit als Interim Manager wählen. Die Gig-Economy wächst – und mit ihr der Pool an verfügbaren Talenten. Wir schätzen, dass der zugrunde liegende Markt in den kommenden Jahren zweistellig wachsen wird. Der nordische Markt ist bereits relativ reif, während das Potenzial in anderen, weniger entwickelten Märkten deutlich größer ist. Genau dort soll Valtus seine Präsenz weiter ausbauen. Das ist ein exzellenter Ausgangspunkt."

Internationale Expansion: Der nächste Gang

Wie sehen Sie die künftige Entwicklung und internationale Expansion von Valtus?

Johan Pålsson: „Unsere Ambition basiert vollständig auf dem Plan und der Vision des bestehenden Valtus-Managements. Wir kommen nicht mit der Absicht, Dinge zu verändern – wir glauben fest an die Strategie und wollen Valtus die Ressourcen und Unterstützung geben, um sie zu beschleunigen. Unsere Pläne sind stark wachstumsorientiert. Wir sehen, dass es beim Wachstumstempo noch einen weiteren Gang gibt, den man einlegen kann – und ein wichtiger Teil davon werden weitere Akquisitionen und die Expansion in neue geografische Märkte sein. Gemeinsam mit dem Management und den anderen Eigentümern freuen wir uns darauf, einen globalen Marktführer aufzubauen."

Auf einen Blick

Was: Strategische Partnerschaft zwischen Polaris und Valtus

Rolle Polaris: Neuer Mehrheitsgesellschafter, erste Investition aus Fonds VI

Ziel: Aufbau eines globalen Marktführers im Executive Interim Management

Hebel: Weitere Akquisitionen, Konsolidierung des Marktes, geografische Expansion

Bedeutung für DACH: Rückenwind für den weiteren Ausbau von Valtus Germany

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